China 2026: Einreise für EU-Bürger – das musst du wissen bevor du fliegst

China ist 2026 für Reisende aus der EU so einfach zu bereisen wie lange nicht, kein Visum, kurze Antragsformulare, direkte Flüge. Und trotzdem gibt es ein paar Dinge, die du kennen musst, bevor du losfährst. Wer unvorbereitet am Flughafen steht, riskiert Verzögerungen an der Grenzkontrolle oder Probleme beim Check-in. Was du wirklich brauchst, was sich 2026 geändert hat und worauf du besonders achten solltest – hier kommt der komplette Überblick.

Brauchst du ein Visum ?

Die gute Nachricht zuerst: Als Staatsangehöriger aus Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und vielen weiteren EU-Ländern brauchst du für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen kein Visum für China. Die visumfreie Einreise gilt für Tourismus, Geschäftsreisen, Familienbesuche, akademischen Austausch und Transit – und ist aktuell bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Insgesamt profitieren Bürger aus über 50 Ländern von dieser Regelung.
Wichtig: Die Ausnahme gilt nur für den normalen Reisepass. Wer mit einem Dienstpass, vorläufigen Reisepass oder einem Reiseausweis als Passersatz unterwegs ist, braucht weiterhin ein Visum. Und wer länger als 30 Tage bleiben oder in China arbeiten oder studieren möchte, muss ebenfalls vorab ein Visum beantragen.

Das brauchst du für die Einreise 

Drei Dinge entscheiden darüber, ob du problemlos einreisen kannst oder am
Gate aufgehalten wirst:

  • Reisepass
    – muss für die gesamte Reisedauer gültig sein. Bei der visumsfreien
    Einreise reicht die Gültigkeit für den geplanten Aufenthalt. Bei Einreise mit
    Visum muss er noch mindestens 6 Monate gültig sein.
  • Rück- oder Weiterflugticket
    – du solltest nachweisen können, dass du innerhalb von 30 Tagen wieder
    ausreist.
  • Digitale Arrival Card
    – neu seit 2025/26, Pflicht für alle Einreisenden.

Neu 2026: die digitale Arrival Card 

Was früher ein Papierformular am Flughafen war, ist seit November 2025 digital. Die sogenannte Arrival Card – also die Einreiseerklärung, musst du jetzt vor der Einreise online ausfüllen. Das geht über das offizielle Portal der chinesischen Einwanderungsbehörde (NIA), per WeChat-Miniprogramm oder über Alipay.


Unser Tipp: Füll die Karte bis zu 6 Tage vor dem Flug aus und speichere den generierten QR-Code als Screenshot auf deinem Smartphone. So bist du an der Grenzkontrolle unabhängig vom Flughafen-WLAN. Wer am Flughafen noch kein Formular ausgefüllt hat, kann es am Self-Service-Kiosk nachholen – aber das kostet Zeit.

Registrierungsplicht nach der Einreise 

Auch wenn du visumfrei einreist, gilt eine wichtige Pflicht: Du musst dich innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft beim zuständigen Public Security Bureau (Entry-Exit-Administration) registrieren. Wer in einem Hotel übernachtet, muss sich darum nicht selbst kümmern – das erledigt das Hotel automatisch beim Check-in.

Wer privat unterkommt, muss die Registrierung selbst vornehmen.

Achtung bei privater Unterkunft 

Wer bei Freunden oder über Plattformen wie Airbnb übernachtet, ist selbst für die Registrierung verantwortlich. Verpasst man die 24-Stunden-Frist, kann das zu Problemen bei der Ausreise führen. Im Zweifel beim nächstgelegenen Public Security Bureau melden.

Zoll: was darfst du mitbringen? 

Für den persönlichen Bedarf kannst du die meisten alltäglichen Dinge zollfrei einführen. Für einige Kategorien gelten allerdings Mengenbeschränkungen – und manche Gegenstände sind komplett verboten.

Zollfreie Freigrenzen 

  • Alkohol: bis zu 1.500 ml (ab 12 % Vol.) zollfrei 
  • Zigaretten: bis zu 500 g zollfrei
  • Bargeld: bis zu 5.000 USD (oder Gegenwert) ohne Anmeldung; darüber muss
    angemeldet werden
  • Waren für den persönlichen Bedarf: bis zu einem Warenwert von 2.000 RMB
    zollfrei (für Nicht-Einwohner)

Was verboten ist

  • Drogen jeglicher Art
  • Waffen, Munition, Elektroschocker, Pfefferspray
  • Produkte aus geschützten Tieren oder Pflanzen
  • Politisch sensible Drucksachen, Medien oder Dateien
  • Feuerzeuge und Streichhölzer – verboten in Hand- und Aufgabegepäck auf allen Flügen
  • Antiquitäten ohne Genehmigung (China ist seit 1989 UNESCO-Unterzeichner zum Schutz von Kulturgütern)

Besondere Regeln für Elektronik 

Batterien und Akkus – zum Beispiel für Kameras oder Powerbanks – dürfen ausschließlich im Handgepäck transportiert werden, nicht im aufgegebenen Gepäck. Powerbanks dürfen eine Kapazität von maximal 20.000 mAh nicht überschreiten. Flüssige Arzneimittel dürfen nach Überprüfung mit an Bord genommen werden – am besten zusammen mit dem Rezept oder einem Arztbrief einpacken.

Bezahlen, Internet & Co. – was du vor dem Abflug regelnsolltest

China ist digital – und das in einer Weise, die Europäer manchmal überrascht. Bargeld spielt im Alltag eine immer kleinere Rolle, dafür dominieren die Apps Alipay und WeChat Pay. Europäische EC- und Debitkarten funktionieren in China in der Regel nicht. Du musst Alipay mit einer Visa- oder Mastercard-Kreditkarte verknüpfen – das geht am besten noch zuhause, bevor du fliegst. Informiere außerdem deine Bank über die Reise, damit die Karte nicht wegen ungewöhnlicher
Auslandsaktivität gesperrt wird. Und dann ist da noch die "Great Firewall": Google, WhatsApp, Instagram und viele andere Dienste sind in China gesperrt. Eine eSIM mit Roaming-Funktion ist die einfachste Lösung – der Datenverkehr wird über das Ausland geleitet und du kannst deine gewohnten Apps weiter nutzen. Alternativ gibt es VPN-Dienste – die Nutzung ist in China offiziell verboten, bislang sind aber keine Fälle bekannt, in denen Ausländer deswegen strafrechtlich verfolgt wurden. Das Risiko liegt bei dir.

Steckdosen in China sind meist vom Typ A, I oder gelegentlich C mit 220 V / 50 Hz – ein Universal-Reiseadapter gehört also unbedingt ins Gepäck.

Checkliste: So bereitest du dich auf deine Chinareise vor

  • Reisepass gültig für die gesamte Reisedauer – und mindestens 6 Monate bei Einreise mit Visum
  • Rück- oder Weiterflugticket griffbereit Digitale Arrival Card ausgefüllt und QR-Code als Screenshot gespeichert (bis zu 6 Tage vor Abflug möglich)
  • Bei privater Unterkunft: Registrierungspflicht innerhalb von 24 Stunden beachten
  • Alipay mit Visa- oder Mastercard eingerichtet – Bank über Reise informiert
  • eSIM oder SIM mit Roaming installiert und getestet
  • Offline-Karten, Hoteladressen und Buchungsbestätigungen als Screenshots gespeichert
  • Universal-Reiseadapter eingepackt
  • Batterien und Akkus ins Handgepäck – nicht ins Aufgabegepäck
  • Verschreibungspflichtige Medikamente mit Rezept oder Arztbrief verpackt
  • Feuerzeug und Streichhölzer zuhause lassen

FAQ – Einreise nach China 2026

In den meisten Fällen nein. Bürger aus Deutschland, Frankreich, Spanien und vielen weiteren EU-Ländern können bis 31. Dezember 2026 visumfrei für bis zu 30 Tage einreisen. Die Regelung gilt für Tourismus, Geschäftsreisen, Familienbesuche und Transit. Wer länger bleiben oder arbeiten möchte, braucht weiterhin ein Visum.

Die Arrival Card ist die digitale Einreiseerklärung, die seit November 2025 Pflicht ist. Du kannst sie bis zu 6 Tage vor dem Flug online über das NIA-Portal, WeChat oder Alipay ausfüllen. Den generierten QR-Code als Screenshot speichern – er wird an der Grenzkontrolle gescannt.

Ja. Innerhalb von 24 Stunden nach Einreise muss man sich beim Public Security Bureau registrieren. Wer im Hotel übernachtet, muss das nicht selbst erledigen – das Hotel übernimmt die Registrierung automatisch. Bei privater Unterkunft (z.B. Airbnb oder bei Freunden) ist man selbst verantwortlich.

In der Regel nicht. Europäische EC- und Debitkarten werden in China kaum akzeptiert. Alipay oder WeChat Pay sind die wichtigsten Zahlungsmittel – beide lassen sich mit einer Visa- oder Mastercard-Kreditkarte verknüpfen. Das am besten noch vor dem Abflug zuhause einrichten und die Bank über die Reise informieren.

Nicht ohne Hilfsmittel. Google, WhatsApp, Instagram und viele andere Dienste sind in China gesperrt. Eine eSIM mit Roaming-Funktion ist die einfachste Lösung – der Datenverkehr läuft über das Ausland und du kannst deine gewohnten Apps weiter nutzen.

Verboten sind Drogen, Waffen, Elektroschocker, Pfefferspray, politisch sensible Medien und Feuerzeuge (auch im Aufgabegepäck). Batterien und Powerbanks dürfen nur im Handgepäck mitgeführt werden. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten am besten Rezept oder Arztbrief mitnehmen.

Für den persönlichen Bedarf darfst du bis zu 1.500 ml Alkohol (ab 12 % Vol.), bis zu 500 g Zigaretten und bis zu 5.000 USD Bargeld ohne Anmeldung einführen. Waren für den persönlichen Bedarf sind bis zu einem Warenwert von 2.000 RMB zollfrei. Powerbanks dürfen maximal 20.000 mAh haben und müssen ins Handgepäck.

Steckdosen in China sind meist vom Typ A, I oder gelegentlich C mit 220 V / 50 Hz. Ein Universal-Reiseadapter gehört unbedingt ins Gepäck – viele Elektronikgeräte aus Europa funktionieren ohne Adapter nicht.