Flüssigkeiten im Handgepäck: CT-Scanner erlaubt 2 Liter an ausgewählten Airports (2025)

Handgepäck 2025: Flüssigkeiten & 100-ml-Regel – wo schon 2 L erlaubt sind

Kurzantwort: Ja, einzelne EU-Airports mit CT-Scannern erlauben bereits bis zu 2 Liter pro Behälter (z. B. Rom Fiumicino, Mailand Linate und Malpensa T1). In Deutschland gilt vielerorts weiterhin 100 ml – Regeln können sich je Terminal unterscheiden, daher Hin- und Rückflug separat prüfen.

(Stand: 20.08.2025)
Die 100-ml-Regel wackelt – aber sie ist nicht überall gefallen. An Flughäfen, die ihre Sicherheitskontrolle auf moderne CT-Scanner umgestellt haben, dürfen Reisende Flüssigkeiten inzwischen in deutlich größeren Behältern mitführen. Besonders weit ist Italien: In Rom Fiumicino gilt, dass Flüssigkeiten im Behälter bis zu 2 Litern erlaubt sind; größere Flaschen dürfen leer mit, gefüllte gehören ins Aufgabegepäck. Auch Mailand Linate und Malpensa Terminal 1 folgen diesem Modell, während Terminal 2 vorerst bei 100 ml bleibt. Das zeigt: Selbst am gleichen Airport können je Terminal andere Regeln gelten – ein schneller Blick auf die Terminal-Seite vor Abflug spart Nerven.

In Deutschland bleiben viele Airports – darunter BER – beim klassischen 100-ml-Modell samt 1-Liter-Beutel. Gute Nachrichten gibt es trotzdem: Dort, wo CT-Technik bereits läuft, müssen Laptops und kleine Flüssigkeitsbehälter häufig nicht mehr ausgepackt werden, die Mengenbegrenzung bleibt jedoch bestehen, solange der Flughafen sie nicht offiziell lockert. Praktisch heißt das: Prüfe kurz vor der Reise die Gepäck- und Sicherheitsinfos deines Abflugterminals – und wiederhole das für den Rückflug, denn der kann anderen Regeln folgen.

Hintergrund ist ein europaweiter Technik-Switch: Nachdem die entsprechenden CT-Lösungen freigegeben wurden, können Airports die 100-ml-Grenze ablösen und größere Flüssigkeitsbehälter zulassen. Das passiert schrittweise – je nachdem, wie schnell Hersteller liefern und Flughäfen umrüsten. Kurz gesagt: Der Weg ist frei, die Umsetzung passiert airportweise.

Für dich als Reisende:n ergibt sich eine einfache Pack-Strategie: Wenn du unsicher bist oder Hin- und Rückflug unterschiedliche Regeln haben, packe konservativ. Fülle deine wichtigsten Liquids in ≤ 100 ml-Reisefläschchen und verstaue alles in einem dichten Kulturbeutel. Wo 2-Liter-Behälter bereits erlaubt sind, profitierst du von weniger Auspack-Stress an der Kontrolle. Duty-Free bleibt möglich – bewahre den Beleg in der versiegelten Tüte auf, damit es beim Umsteigen keine Überraschungen gibt. Medikamente und Babynahrung sind Sonderfälle, die du mit entsprechendem Nachweis auch jenseits der 100-ml-Grenze mitführen darfst.

Noch ein Hebel für entspanntes Reisen ist die Unter-Sitz-Tasche („Personal Item“). Gerade wer nur mit Handgepäck fliegt, spart Zeit und Gebühren, wenn die kleine Tasche clever gepackt ist: Dokumente, Elektronik, Wertsachen – und der Kulturbeutel griffbereit. Bei Ryanair sind 40 × 30 × 20 cm erlaubt; andere Airlines weichen ab. Parallel wird in Brüssel über eine EU-weite Vereinheitlichung diskutiert (u. a. ein garantiertes Personal Item mit 40 × 30 × 15 cm sowie eine kleine kostenlose Kabinentasche bis 100 cm Umfang/7 kg). Bis das beschlossen und umgesetzt ist, gelten die Regeln deiner Airline.

Praxis-Tipps für die Kontrolle: Lege Flüssiges im Rucksack nach vorn und Hartes nach hinten – das beschleunigt die Sichtprüfung, egal welche Regel greift. Sichere Deckel mit Tape oder stecke Fläschchen doppelt in Zip-Beutel, damit nichts ausläuft. Ein robuster Kulturbeutel hilft überall dort, wo „alles drin lassen“ schon möglich ist. Und vergiss einen Kofferanhänger nicht: Wenn Etiketten abreißen, sind Kontaktinfos außen Gold wert – besonders bei neuen Prozessen an der Security.

FAQ – Flüssigkeiten im Handgepäck & 2-Liter-Regel

Nein. Sie gilt nur an EU-Airports bzw. Terminals mit CT-Scannern. Viele Flughäfen bleiben bei 100 ml/1-Liter-Beutel. Prüfe Hin- und Rückflug separat.

Auf der Website deines Abflug-Terminals. Suche nach „Sicherheitskontrolle“ oder „Flüssigkeiten im Handgepäck“. Regeln können je Terminal abweichen.

Bei 100 ml zählt der Behälter. Eine 150-ml-Tube ist verboten, auch wenn nur 50 ml drin sind. Bei 2-L-Terminals gilt das Maximalvolumen laut Airport-Vorgabe.

Bei 100-ml-Regel nur leer, danach auffüllen. Bei 2-L-Terminals sind gefüllte Flaschen bis zum Limit erlaubt. Rückflugregeln separat prüfen.

Ja. Alles Cremige, Gelartige oder Pastöse (z. B. Zahnpasta, Mascara, Deoroller) fällt unter die Flüssigkeitenregel.

Ja, in kleinen Behältern (bei 100-ml-Regel ≤ 100 ml) und mit Schutzkappe. Manche Airlines haben Zusatzlimits.

Ja, in „angemessener Menge“. Nimm Rezept/Attest mit und melde es bei der Kontrolle an.

Ja, in der benötigten Menge. Du kannst gebeten werden, die Behälter vorzuzeigen.

Einkäufe nur im versiegelten STEB-Beutel mit Kassenbeleg transportieren und bis zum Endziel verschlossen lassen.

Oft nicht. Folge der Beschilderung. Packe Kulturbeutel und Elektronik trotzdem zugänglich, falls Sicherheitskräfte sie sehen wollen.

Das variiert je Airline. Häufig 40 × 30 × 20 cm. EU-Harmonisierung wird diskutiert, bis dahin gelten Airline-Regeln.

Meist ja, da die Regel den Inhalt betrifft. Am sichersten sind wiederbefüllbare 100-ml-Fläschchen.

Ja – sofern dein Terminal die 2-L-Regel eingeführt hat. Rückflug separat prüfen.

Essentials in ≤ 100 ml-Fläschchen. Große Flaschen am Ziel kaufen oder ins Aufgabegepäck.

Nein. Pulver und feste Produkte sind ausgenommen. Beachte Sonderregeln bei Langstreckenflügen.

E-Zigaretten ins Handgepäck. Liquids zählen als Flüssigkeiten und unterliegen den Limits. Airline-Vorgaben prüfen.

Flüssiges nach vorn, Deckel sichern, doppelt in Zip-Beutel packen, Kulturbeutel griffbereit halten.

Sie gelten als Flüssigkeiten. 100 ml pro Behälter, außer 2-L-Regel gilt. Duty-Free im STEB-Beutel versiegelt lassen.